Julia Frings
Shownotes
Im OP muss jeder Handgriff sitzen. Konzentration, Teamwork und Vertrauen sind entscheidend – und manchmal braucht es auch starke Nerven und ein gutes Gespür für die Menschen. In dieser Folge von „Wir sind das SAH“ ist Julia Frings zu Gast. Seit acht Jahren arbeitet sie als Operationstechnische Assistentin (OTA) im SAH. Ihr beruflicher Weg begann allerdings ganz anders: Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) in einer HNO-Praxis. Irgendwann war ihr klar: Da geht noch mehr. Sie entschied sich für eine zweite Ausbildung und fand ihre berufliche Heimat im OP. Heute arbeitet Julia in der Plastischen Chirurgie und Gefäßchirurgie und erzählt, was den Beruf der OTA ausmacht, warum im OP wirklich alles Hand in Hand gehen muss und wie man lernt, auch in stressigen Situationen den Überblick zu behalten. Wie fühlt es sich an, wenn man schon ahnt, welches Instrument der Operateur als Nächstes braucht? Wie geht man mit schwierigen Situationen und langen Einsätzen um? Und was macht diesen Beruf trotz aller Herausforderungen so besonders? Außerdem geht es in dieser Folge weit über den OP des SAH hinaus: Julia war bereits zweimal mit einem Team von Interplast in Afrika im Einsatz. Sie nimmt uns mit in eine völlig andere Arbeitswelt und berichtet von besonderen Begegnungen, Herausforderungen und Momenten, die sie nachhaltig geprägt haben.
Julias Kliniken: Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie - Handchirurgie - Wiederherstellungschirurgie: https://www.sah-eschweiler.de/kliniken-experten/kliniken/plastische-aesthetische-und-hand-chirurgie https://www.sah-eschweiler.de/kliniken-experten/kliniken/gefaesschirurgie In dieser Folge sprechen wir unter anderem über: • Julias Weg von der MFA zur OTA • die Ausbildung und Aufgaben einer Operationstechnischen Assistentin • den besonderen Teamgeist und die Atmosphäre im OP • sterile und unsterile Aufgaben und die Zusammenarbeit während einer Operation • Arbeiten unter Zeitdruck und den Umgang mit Stress • die Besonderheiten der Plastischen und Gefäßchirurgie • den Umgang mit Patientinnen und Patienten vor einer Operation • lange Arbeitstage, Dienste und die schönen Seiten des OTA-Berufs • Julias Einsätze mit Interplast in Afrika • besondere Erfahrungen und Begegnungen, die bleiben • die Frage, was wir aus solchen Auslandseinsätzen für unseren Alltag mitnehmen können • und natürlich: Warum OTA ein Beruf mit Verantwortung, Teamgeist und viel Herz ist
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00:00:00: Grundsätzlich sind wir zu dritt im Saal, also zwei Springer in dem Fall.
00:00:03: Springer bedeutet der, dass er die Operation vorbereitet, die nächsten an Materialien sieben und auch den Eingriff von außen weiter verfolgt und situativ einfach reagieren kann.
00:00:15: Und es gibt dann immer noch eine instrumentierende Schwester, die halt mitassistiert und ja mit dabei ist beim OP-Team am Tisch selber.
00:00:26: Also es gibt natürlich Eingriffe, wo der Patient nochmal wiederkommen muss und dann ist es ganz schön zu hören wenn sie zufrieden
00:00:32: waren beim letzten Mal mit dem Team trotz der ungewohnten
00:00:35: Situation.
00:00:37: Ein Team viele Geschichten!
00:00:39: Herzlich willkommen zu.
00:00:40: Wir sind das SAH einem Jobcast aus dem Sankt Antonius Hospital in Eschweiler.
00:00:47: Da sind wir wieder mit unserem Mitarbeiter-Podcast.
00:00:50: Wir sind als SAH aus dem St.
00:00:52: Antonius hospital in Eschwiler.
00:00:54: Schön, dass ihr wieder dabei seid und noch schöner, das ihr unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem SH etwas näher kennenlernen möchtet.
00:01:02: Ich bin Christoph und versuche hier ein paar schlaue Fragen zu stellen, sodass Ihr möglichst viele über unsere Berufsbilder – vor allem über die Menschen dahinter erfahren könnt!
00:01:10: Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt uns an www.podcastedsh-eschweiler.de.
00:01:17: Und jetzt viel Spaß bei einer neuen Ausgabe von.
00:01:19: Wir sind das SH.
00:01:23: Wenn mein heutiger Gast im OP steht, dann muss jeder Handgriff sitzen.
00:01:27: Als OTA also als operationstechnische Assistentin gehört sie seit acht Jahren zu unserem Team ins Berufsleben gestartet.
00:01:34: allerdings ist sie als MFA in einer HNO-Praxis.
00:01:37: Warum ihr das nicht mehr reichte?
00:01:39: Was Sie bei uns und bei Ihren Auslandseinsätzen in Afrika erlebt darüber wollen wir heute sprechen.
00:01:44: Schön dass du da bist Julia Frings.
00:01:46: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:48: wenn Du an Deine Zeit in Afrikas denkst welches Bild erscheint davor deinem geistigen Auge?
00:01:53: die vielen glücklichen Kinder nach den ersten Verbandswechseln oder je jungen Frauen, die schon lange mit etwas rumlaufen.
00:02:02: Was einfach nicht schön ist für sie und die Beschäftigung belastet.
00:02:06: Und wenn man das dann verändern kann und am nächsten Tag den Verband abnimmt und den Spiegel vorhalten kann – dieses Lächeln und letztes Mal war es sogar Tränen!
00:02:16: Da hat man direkt mit Gänsehaut.
00:02:17: Das ist so was wir gerne mitnehmen.
00:02:20: Darüber werden wir gleich sicherlich noch sprechen, nach unserem obligatorischen S.A.-Fragebogen!
00:02:27: Und die erste Frage ist wie immer nach dem Alter.
00:02:31: Grüße!
00:02:34: Geburtsoat?
00:02:37: Lebensmotor?
00:02:38: Schritt für Schritt
00:02:40: Was würdest du gerne besser können – geduldig sein, ordentlich sein, optimistisch sein?
00:02:45: Geduldig das wär schön.
00:02:47: Auch was in deinem Leben bist du besonders stolz?
00:02:52: Ja, gute Frage.
00:02:54: Also grundsätzlich, dass ich meinen Weg auch beruflich gefunden habe und da auch ganz glücklich jetzt bin...
00:03:00: Da kann man stolz drauf sein!
00:03:01: Das denke ich auch.
00:03:02: Was beeindruckte dich an einem Menschen besonders?
00:03:04: Sein Mut, seine Ehrlichkeit, seine Glassenheit?
00:03:07: Ehrlichkeit.
00:03:08: Welche Person hat dich in deinem bisherigen Leben am stärksten geprägt?
00:03:13: Grundsätzlich glaube ich mein Bruder der sehr diszipliniert, hat immer einen Plan und ja das beeindruckt mich immer wieder.
00:03:20: Arbeitet ihr auch im medizinischen Bereich?
00:03:22: Nee, der studiert noch.
00:03:24: Was gibt dir die meisten Energie?
00:03:26: Zeit mit Menschen!
00:03:27: Zeit für dich allein, Zeit für neue Erfahrungen.
00:03:30: Zeit mit menschen.
00:03:31: Du hast einen freien Tag.
00:03:32: was passiert?
00:03:33: Rauch auf Sofa oder rein ins Abenteuer?
00:03:35: Rein ins Abnteuer?
00:03:37: Was macht ein Mensch für dich sympathisch?
00:03:41: Wenn er offen ist ehrlich und ja manette Gespräche hat und viel vom Leben erfahren kann?
00:03:50: Auf wen hörst du?
00:03:51: Auf dein Bauchgefühl, auf deinen Verstand oder auf Menschen denen du vertraust.
00:03:54: Auf mein Bauch gefühlt!
00:03:56: Was schätzen Freunde besonders an dir?
00:03:59: Ich glaube meine ehrliche Art.
00:04:02: Danke bis hierher.
00:04:04: ja ich habe es in der Anmoderation schon gesagt Du hast nach deinem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung zur MFA in einer highen O-Praxis gemacht.
00:04:10: was hatte ich motiviert zu sagen das reicht mir nicht ich will nochmal eine ausbildung dran hängen.
00:04:16: Ja, also ich fand den Beruf immer sehr interessant und bin da auch gerne gewesen in der Hanoh-Praxis.
00:04:21: Aber durch einen Zufall bin ich ins ambulante Operieren gekommen und das hat mich direkt begeistert und die Atmosphäre an sich und da habe ich gedacht dann muss ich jetzt mal weiterschauen wo ich vielleicht noch meinen Platz finde.
00:04:33: Und dann bist du auf uns gekommen und auf den Beruf OTA?
00:04:36: Genau.
00:04:37: Ich hatte das Glück, dass der HNO als Belegarzt hier im Krankenhaus auch noch ist... ...und somit konnte ich mal bei einer größeren OP mitschauen.
00:04:45: Das war damals eine Tonselektomie weil ich noch ganz genau... Was war
00:04:48: das?!
00:04:49: Eine Tonselectomie die Mandeln entfernt!
00:04:50: Ah!
00:04:52: Ja, das fand ich so begeistert da sich direkt gedacht habe jetzt schaue ich mir was ich da noch machen kann für ne Fortbildung oder Ausbildung.
00:05:00: Jetzt bin ich hier.
00:05:01: Du hast also die Ausbildung zur OTA gemacht, Operationstechnische Assistentin heißt das ganz genau, kennt vielleicht nicht jeder.
00:05:08: Kannst du mal so ein bisschen beschreiben was da eure Aufgaben sind?
00:05:11: Ja, grundsätzlich das Begleiten des Patienten.
00:05:13: Ob es vorbereitet ist und auch das Eingriff an sich im OP-Saal, das Assistieren während des Eingrifffes dem Operateuren und dem gesamten Team, ob es als instrumentierende Schwester oder als Springer ist der dann halt sich um das drum herum kümmert dass alles gut läuft oder anschließend manchmal bei ambulanten Eingrippen dass man eben den Patienten nochmal nach dem Ganzen versorgt und begleitet.
00:05:39: Also sehr vielfältig, abwechslungsreich.
00:05:42: Ich hatte das Glück auch mal als Beobachter bei einer OP dabei zu sein.
00:05:45: da ist ja fand ich zumindest im OP also eine ganz besondere Stimmung.
00:05:50: Kannst du dir so ein bisschen beschreiben?
00:05:51: Wie erlebst Du das?
00:05:52: Als ich das erste Mal reingekommen war es so eine gewisse Gelassenheit aber auch gleichzeitig eine ganz große Professionalität Und das hat mich von Anfang an sehr begeistert.
00:06:03: und ja, dass es so von vorne bis hinten, ob's jetzt gut läuft oder auch wirklich ein sehr schwieriger Eingriff ist.
00:06:10: Es ist trotzdem immer wieder interessant dabei zu sein.
00:06:13: Teamwork ist ja überall wichtig aber ich glaube OP besonders wichtig.
00:06:16: Ja natürlich!
00:06:16: Wenn Sie die alles halt in Hand laufen...
00:06:18: Ja, das ist sehr wichtig.
00:06:19: Du hast schon gesagt, es gibt mehrere UTAs, die bei einer Operation dabei sind.
00:06:24: wie ist die Aufgabenteilung?
00:06:26: Grundsätzlich sind wir zu dritt im Saal, also zwei Springer in dem Fall.
00:06:30: Springer bedeutet ja dass er die Operation vorbereitet den nächsten an Materialien sieben und auch den Eingriff von außen her weiter verfolgt und situativ einfach reagieren kann.
00:06:42: und es gibt dann immer noch eine instrumentierende Schwester die halt mit assistiert und ja mit dabei ist beim OP Team am Tisch selber.
00:06:51: Was macht dir mehr Spaß, was ist schöner?
00:06:53: Auch das ist ganz unterschiedlich.
00:06:55: Also ich finde eigentlich... Das finde ich auch in dem Beruf ganz interessant dass es immer wieder abwechselnd ist also dass man nicht den ganzen Tag klar gibt des Operationen die einen ganzen Tag dauern aber grundsätzlich nicht eine Arbeit den ganzen tag gemacht
00:07:08: werden muss.
00:07:09: Es klingt nach Allround Talent so ein bisschen.
00:07:12: Was glaubst du braucht man um den Job gut zu können?
00:07:15: Also was muss man so mitbringen an Charakter Stärke vielleicht auch
00:07:19: Ganz wichtig teamfähig sollte man sein und man sollte zuverlässig auch sein.
00:07:24: Ich sage immer, es wäre halt schön wenn man darüber nachdenkt, dass man selber auf dem OP-Tisch liegt oder den Familienangehörigen da liegen hat, das man einfach mit einer gewissen Zuverläßigkeit daran geht.
00:07:36: Also wenn du jetzt am Tisch stehst und du musst bitte mit dem Operateur Hand in Hand arbeiten, musst du ja eigentlich schon vorher wissen was der jetzt machen möchte?
00:07:44: Wie läuft das so?
00:07:45: also wie kann ich mir das vorstellen, dass sich so gut kennt, dass das dann so hand in hand läuft?
00:07:50: Ja, also es kommt dann nicht vom ersten Tag an und man muss auch erst mal alles kennenlernen.
00:07:55: Aber grundsätzlich ist das immer schön wenn man natürlich schon weiß was für UPs am einen Tag auf einen zukommt.
00:08:01: Da kann man sich manchmal schon damit befassen, was haben wir denn morgen alles?
00:08:04: Und ja, es ist auch natürlich auch schön, wenn man einfach die Handgriffe schon weiß welcher Operateur welche Macken vielleicht hat und spezielle Sachen dass man da schon ein bisschen mit agieren kann.
00:08:16: Das heißt, jeder Operatör operiert auch irgendwie einzigartig oder hat sozusagen eine eigenen Operationsmethoden.
00:08:22: Ja wir sagen immer es gibt ja den Standard aber jeder Chirurg ist ja auch eine Persönlichkeit für sich.
00:08:28: Na klar!
00:08:30: Müsst ihr da manchmal auch ein dickes Fell haben?
00:08:31: Weil ich kann mir vorstellen das läuft nicht immer alles so.
00:08:33: dann ist vielleicht auch ein bisschen Stress und ein bisschen Zeitnot auch vielleicht angesagt.
00:08:37: Müsste ihr das, kriegt ihr das dann ab oder muss man da sozusagen sich ein bisschen wappnen?
00:08:41: Also ja ein dicker Fell ist gar nicht schlecht im OP wenn man sich das anschafft grundsätzlich.
00:08:46: Aber ja, es gibt natürlich Situationen die dann auch berechtigt sind das einfach ein bisschen stressiger vielleicht zugeht.
00:08:52: Aber grundsätzlich versucht man schon dass man da einen vernünftigen Umgangston hat.
00:08:57: aber ja... Das passiert natürlich auch schon mal.
00:09:00: und dann sagen wir mal ganz ironisch Die Schwester ist schuld!
00:09:04: Und die arme Schwester steht in der Ecke und jamalt Du arbeitest ja für zwei Fachabteilungen.
00:09:10: Einmal für die plastische Chirurgie, einmal für die Gefäßchirurgien.
00:09:14: Wie unterscheiden sich da die Eingriffe?
00:09:16: Ist das sehr unterschiedlich?
00:09:17: oder
00:09:19: wie muss ich dir das vorstellen?
00:09:20: Also es sind grundsätzlich ganz unterschiedliche Fachabteilung finde ich.
00:09:22: Es gibt hier in der Plastischen halt die Wiederherstangsschirurgie, die Handschirugie und natürlich auch ganz groß die ästhetische Chironie.
00:09:30: Das finde ich auch schon ein großes Spektrum was einfach viel Spaß macht weil es verschiedene Bereiche sind.
00:09:36: Weil ich finde immer, wenn man an plastische Chirurgie denkt.
00:09:38: Wenn ich das an Freunden schon mal erzähle, die denken direkt nur an die ästhetischen Chirurgen.
00:09:42: Aber das ist ja gar nicht immer der Fall.
00:09:44: und was ich an der Gefäßchirurgien halt schön finde, dass es wirklich dieses Amgefäß mitzuoperieren zu assistieren und das ist natürlich schon... Sehr unterschiedlich.
00:09:54: Du hast gerade schon gesagt, plastische Chirurgie ist nicht nur Schönheitschirurgien oder ästhetische Chirogien.
00:09:58: Was gehört ja noch dazu?
00:10:00: Wobei bist du vor Ort bei welchen Operationen?
00:10:04: Das ist ganz unterschiedlich ob es jetzt bei der Rekonstruktion einer Mama ist eine Brustrekonstruzion oder doch eine Handverletzung nach schweren wo Extremitäten abgetrennt sind die dann wieder versucht werden dass die Person glücklich da wieder raus kommt ohne großen Einschränkungen zum Beispiel Unterschiedlich.
00:10:22: Jetzt sind das ja beides, soweit ich das beurteilen kann eher so filigrane Arbeiten.
00:10:27: also du gehörst dir auch in der Unfallchirurgie sage ich jetzt mal UTA sein.
00:10:32: ist es bewusst gewählt?
00:10:33: hast du das ausgesucht?
00:10:34: oder wie kam das?
00:10:36: Wir haben anfangen rotiert man natürlich ganz viele junge Schwester und man muss ja Erfahrungen sammeln.
00:10:40: das ist auch ganz wichtig.
00:10:42: Bei uns ist es auch so, dass man nicht immer in der gleichen Abteilung ist.
00:10:44: Aber es hat sich so entwickelt, dass ich dann doch vermehrt in den zwei Abteilungen bin und klar irgendwann kommt ja der Moment das man sich einfach wohlfühlt in gewissen Abteilungen mit dem Menschen, mit dem Fachbereich.
00:10:58: So ist das entstanden.
00:10:59: Du hast gesagt, du begleitest die Patienten?
00:11:01: Das heißt, du bist wahrscheinlich auch der letzte Mensch, den sie sehen bevor Sie in den Operationsraum kommen oder sie kommen wahrscheinlich mit dir in den Operationen sein, oder?
00:11:09: Ja, das passiert oft mit der Anäste, sie zusammen.
00:11:13: Dass das ja zusammen als Teamarbeit holen wir auf dem Patient zusammen in den OP-Saal begrüßen ihn und stellen uns mal vor, mit wem sie da zu tun haben – die nächsten Stunden vielleicht!
00:11:24: Ja, das kann schon passieren.
00:11:25: Aber grundsätzlich würde ich sagen es ist ja alles, was der in den letzten Worten hört.
00:11:29: aber ja wir sind so das letzte Team würd' ich sagen im Krankenhaus ihn dann bevor sie einschlafen.
00:11:35: Du
00:11:35: musst auch ein bisschen vielleicht die Angst nehmen oder vielleicht auch so ein bisschen beruhigend einwirken?
00:11:39: Ja bei ambulanten Eingriffens zum Beispiel das passiert in beiden OPs also... beiden Fachbereichen schon mal, ist das doch ganz schön zu sehen dass man Menschen doch mit ein bisschen Smalltalk oder auch einfach Interesse zu zeigen.
00:11:51: Ein bisschen runterholen kann weil ich stelle mir immer vor wenn ich auf der anderen Seite liege Puder wäre ich auch glaube ich ganz schön aufgeregt und beunruhigt was da jetzt alles passiert.
00:12:01: Man ist euch ausgeliefert?
00:12:03: Ja
00:12:03: total.
00:12:04: Das ist ja eine ungewohnte Situation.
00:12:08: Was den Kontakt mit Patientinnen und Patienten angeht, hilft dir da auch die Zeit als MFA?
00:12:13: Ja es ist auf jeden Fall ein Vorteil.
00:12:15: Ja würde ich schon sagen.
00:12:18: Ihr steht im OP-Saal das heißt der Job ist relativ anstrengend.
00:12:23: Wie platt ist man da, wenn man da abends nach Hause kommt?
00:12:26: Ja, man gewünscht ja schon schnell an dieses ständige Stehen auch.
00:12:30: Obwohl in der klassischen Theorie sitzt man auch vor mal.
00:12:32: das passiert auch bei den Handgeruchscheneingriffen.
00:12:34: auch ganz nett manchmal aber trotzdem ist man doch ganz schön geschafft manchmal an manchen Tagen.
00:12:40: Das passiert schonmal!
00:12:41: Was ist das Schöne, was ist das wo du sagst?
00:12:44: Das ist der Grund warum ich den Job mache.
00:12:46: Für die Menschen die einen dann positiv wenn sie zum Beispiel zum zweiten Eingriff kommen und doch dann den Appendix verlieren oder etwas anderes im Dienst und man sieht das Gesicht und denkt ach den habe ich schon mal gesehen.
00:12:56: und die erinnern sich sogar und sagen Sie hatten ein netter Erfahrung sagen wir mal so.
00:13:02: Hat
00:13:03: passiert das häufig.
00:13:05: Also es gibt natürlich Eingriffe, wo der Patient nochmal wiederkommen muss und dann ist es ganz schön zu hören wenn sie zufrieden waren beim letzten Mal mit dem Team trotz der ungewohnten Situation.
00:13:16: Kommen wir mal zu praktischen Dingen.
00:13:17: Wie sieht das bei dir mit der Arbeitszeit aus?
00:13:19: Also wie arbeitet ihr in dem Team?
00:13:21: Grundsätzlich von sieben Uhr, dreißig bis sechzehn Uhr vom Montag bis Freitags und grundsätzlich müssen wir halt die Nacht natürlich auch abdecken.
00:13:29: Und da hat man halt vierundzwanzig Stunden Dienste.
00:13:32: Das ist aufgeteilt indem eine Person hier schläft, jetzt auch ihren Dienstzimmer für vierund zwanzig Stunden dann gebucht und es gibt zwei Rufbereitschaften, die dann für die bestimmten Fachbereiche dann einspringen Und gerufen werden.
00:13:45: Was ist dir lieber?
00:13:46: Vierundzwanzigstunden Ruhe und Lesen und Abhängen oder vierund zwanzig Stunden Action und ja Arbeit?
00:13:54: Schwierig, also vierundzwzig Stunden ist schon sehr anstrengend.
00:13:57: Ja, ich hoffe
00:13:57: es sind Arbeitfälle der Anstrengung.
00:13:59: Genau!
00:14:00: Das versuchen wir immer das vielleicht nicht in der Nacht haben aber grundsätzlich sage ich vielleicht zehn Stunden Arbeit und danach entspannen.
00:14:08: Das wäre gut.
00:14:09: Das über die richtige Kombination.
00:14:12: Eine spannende Sache, über die müssen wir unbedingt noch reden.
00:14:15: Du warst zweimal in Afrika und zwar mit Interplast.
00:14:18: jetzt erklär vielleicht erst mal was ist Interplas überhaupt?
00:14:21: Interplass is ne Stiftung aus plastischen Chirurgen Und da gibt es verschiedene Teams Die in verschiedenen Ländern reisen und das auch planen.
00:14:29: Es gibt dann Team-Lieder, die ihr Team zusammenstellen.
00:14:34: Da durfte ich das zweite Mal jetzt dieses Jahr mithliegen.
00:14:36: Wo wart ihr da genau?
00:14:37: In Uganda, Jinnja
00:14:39: Und was macht ihr da?
00:14:41: Tatsächlich operieren wir da von morgens bis abends gefühlt und plastische Eingriffe, das bedeutet Fehlbildungen, Verbrennungen, Fehlstellungen der Hände oder Füße.
00:14:53: Und man muss sich da das vorstellen, dass dieses Gesundheitssystem eben nicht so ausgeprägt ist wie hier in Deutschland und dadurch die Menschen halt viel Leid ertragen müssen und eben nicht zu jedem Facharzt gehen können so schnell mit dieser Fehlbildung schon lange vielleicht rumlaufen
00:15:09: müssen.".
00:15:12: Du hast es schon gesagt, da kann man uns vielleicht irgendwie ein bisschen zusammenfassen.
00:15:14: Was unterscheidet die Arbeit hier von der Arbeit davor Ort?
00:15:18: Was sind so die größten Unterschiede?
00:15:20: Diese Dankbarkeit, die man da entfernen darf und auch spürt dass man einfach geschätzt wird und das man was bewirkt davor dort.
00:15:32: Das ist hier natürlich, es ist einfach geplant.
00:15:35: Oft die geplanten großen Eingriffe oder dass der Tag sehr voll gepackt ist schon und da ist es natürlich einfach ja... Der OP-Saal ist ein kleiner man geht raus und ist direkt in der Sonne.
00:15:47: also diese ganzen Abläufe sind natürlich etwas kleiner und einfacher strukturiert als hier.
00:15:52: natürlich hat die gewissen Vor- und Nachteile.
00:15:55: natürlich
00:15:56: Dankbarkeit heißt, wir nehmen das eigentlich zu selbstverständlich.
00:15:59: Dass es unser Gesundheitssystem so in dieser Form gibt?
00:16:01: Ja also ich komme wirklich auch immer geerdet zurück von diesem Einsatz und bin unfassbar dankbar hier leben zu dürfen weil das einfach nur Glück hier geboren zu sein und dass wir uns glücklich schätzen können.
00:16:17: so ein Gesundheitssystem was auch nicht perfekt ist.
00:16:20: da gibt's ganz viele Punkte die man verbessern könnte.
00:16:24: Aber der Grundstein, der Baustein ist da und dass man Hilfe bekommt wenn man in Not ist.
00:16:29: Ein bisschen mehr Dankbarkeit wäre manchmal glaube ich nicht verkehrt.
00:16:33: Wie werdet ihr denn vor Ort aufgenommen?
00:16:35: Werdet ihr so ein bisschen misstrauisch beäugt?
00:16:38: Jetzt haben wir Deutsche vielleicht in Afrika den besten Eindruck hinterlassen hier und da.
00:16:44: Merkt man das ein bisschen Ressentiments auch?
00:16:47: Also man hat da schon eine gewisse Distanz vielleicht am Anfang.
00:16:52: Gut, jetzt ist Interplast in dem Fall wo ich auch da war ein jener schon mehrfach vor Ort.
00:16:57: also die Menschen wissen schon welchen weißen Menschen da ankommen die jetzt alles umwerfen für zwei Wochen.
00:17:04: aber ich glaube sie sind dann einem Anschluss sehr dankbar und sind auch grundsätzlich sehr offen und glaube ich auch sehr froh dass wir da sind.
00:17:11: Bleiben da Kontakte hängen oder ist das zu viel verlangt?
00:17:14: Auch das passiert schon mal ja besonders mit ein, zwei Leuten, mit denen man sich gut verstanden hat oder so.
00:17:19: Da schreibt man schon mal aber das ist natürlich auch nicht in jedem Einsatz zu.
00:17:24: Wie geht es euch und Kollegen da vor Ort?
00:17:26: Bekommt ihr es ein bisschen mit wie es den mit Ebola geht zum Beispiel?
00:17:29: Tatsächlich wäre jetzt ich meine diesen oder nächsten Monat ein Team geflogen.
00:17:34: Aber leider muss dieses wegen der vermehrten und zunehmenden Ebola-Fällen leider absagen weil natürlich dass eigene Risiko immer wieder eingeschätzt werden muss.
00:17:44: bei diesem Einsetzen.
00:17:46: Würdest du noch mal hinfahren wollen, wenn du die Chance hättest?
00:17:49: Ja gerne.
00:17:49: Sehr gerne.
00:17:50: Ich wär sofort dabei!
00:17:51: Man investiert ja auch einiges, ne?
00:17:53: Du glaubst glaube ich Urlaubstage-Investieren und du investierst sie auf Freizeit, wenn das so willst... Wofür investiert man also?
00:17:59: was ist so toll daran?
00:18:01: Mich find es schön etwas zurückzugeben.
00:18:04: Ob's jetzt der Chirurg ist oder die Schwester, die jetzt wie ich mitfährt, die kann einfach unterstützen und das was wir hier jeden Tag machen im OP zurückgeben was da nicht selbstverständlich ist.
00:18:16: Gibt es besondere Erlebnisse, die du erinnerst, die dir bleiben werden?
00:18:21: Ich habe jetzt keinen direkten Moment aber es sind ganz viele kleine Momente, die einfach prägen finde ich ob das ein kleines Kind ist, was eine Fehlbildung oder eine starke Verbrennung hat und im Anschluss nach dem Eingriff den Arm wieder so ein bisschen mehr strecken kann und eben vielleicht durchs Leben einfacher gehen kann oder auch wegen weniger Henselain ertragen muss Den gesellschaftlichen Druck, der gehört ja auch dazu.
00:18:45: Das sind so Dinge die man mitnimmt und nicht vergisst.
00:18:48: Was sind das für Verletzungen?
00:18:49: Du hast schon gesagt Verbrennungen Missbildungen Wie kommen die zustande?
00:18:53: warum ist da so viel zu tun?
00:18:56: Tatsächlich ist die Erstversorgung oder die Möglichkeit an Operationen An sich natürlich etwas schwieriger Und somit entstehen überhaupt Probleme die vielleicht hier in Deutschland schon Im ersten Lebensjahr operiert worden werden oder verändert worden wären.
00:19:14: Und das ist natürlich sehr schade, dass es grundsätzlich so lange dauert.
00:19:19: dann für die Menschen.
00:19:20: aber natürlich gibt's auch mehr Verbrennungen weil eben auf einem Feuer gekocht wird und da entstehen natürlich vielmehr Unfälle, die dann in dem Fall vielleicht auch nicht immer direkt fachlich behandelt werden können leider.
00:19:35: Du hast es schon gesagt hat sich dein Blick auf deinen Job durch Afrika verändert?
00:19:41: Ich habe eben schon gesagt, ich bin nicht so ein geduldiger Mensch.
00:19:45: Aber ich habe schon etwas mehr Gelassenheit mitgebracht, dass man manche Dinge vielleicht gar nicht immer so ernst nehmen sollte, sondern auch vielmehr die positiven Dinge sehen sollte – auch im Beruf!
00:19:58: Wenn jetzt jemand zuhört, der sagt OTA, das klingt irgendwie spannend?
00:20:02: Was wird zu dem raten?
00:20:03: Wie soll er da an die Sache rangehen?
00:20:06: Ja sich natürlich fragen….
00:20:09: Ist der pflegerische Part etwas für einen?
00:20:12: Aber grundsätzlich gibt es ganz viele Möglichkeiten, als operationstechnische Assistentin in vielen verschiedenen Fachbereichen Fuß zu fassen.
00:20:20: Und ob es jetzt der Grundsätzchen natürlich der Staat ist mit der Ausbildung
00:20:26: Kann man bei uns ein Praktikum machen sich das mal anschauen weißt du das?
00:20:30: Bei uns gibt es weniger Praktikanten.
00:20:34: Das liegt aber eher daran dass man eben nicht minderjährig einfach in den OP kommen kann.
00:20:38: Daum ist es, glaube ich, schwieriger.
00:20:40: Darum frage ich mich auch oft vielleicht habe ich diesen Beruf nicht direkt so wahrgenommen als ich damals geschrottet bin und möchte Krankenschwester werden oder doch MFA.
00:20:48: da war der OTA gar nicht klar zu erkennen.
00:20:53: Würdet ihr denn noch?
00:20:54: Nachwuchs brauchen.
00:20:55: Also gibt es denn überhaupt Bedarf für
00:20:56: euch?
00:20:57: Ja, tatsächlich ja!
00:20:59: Dann hoffen wir mal dass wir jetzt durch diese halbe Stunde da vielleicht ein bisschen was Positives bewirken konnten.
00:21:04: Ich bedanke mich bei dir ganz herzlich für deinen Besuch und wünsche ich dir alles Gute bis dahin.
00:21:09: Danke schön Das war Wir sind das SRH Ein Podcast
00:21:13: aus dem
00:21:14: Sankt Antonius Hospital in Eschweiler.
00:21:17: Wenn ihr mehr erfahren möchtet, checkt unsere Karriere Seite unter www.sah-eschweiler.di.jobs Und wenn ihr Fragen oder Anregungen habt dann schreibt uns einfach eine Mail an.
00:21:29: Podcast et saha-escheiler.i.
00:21:33: Bis zum nächsten Mal!
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