Benedikt Breuer
Shownotes
Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin: https://www.sah-eschweiler.de/kliniken-experten/kliniken/anaesthesie Unsere Notfallmedizin: https://www.sah-eschweiler.de/kliniken-experten/kliniken/anaesthesie/notfallmedizin
In dieser Folge mit Benedikt Breuer: • vom Rettungssanitäter zum Mediziner • Anästhesie und Notfallmedizin • Medizinstudium und Familiengründung • Arzt, Ehemann und zweifacher Vater • Angst vor Narkose und Kontrollverlust • Vertrauen zwischen Patient und Arzt • Gewalt gegen Rettungskräfte • der Umgang mit dramatischen Einsätzen • Abschalten und Verarbeiten • Zivilcourage im Alltag • der Brand auf dem Weg zur Arbeit • die Ehrung durch den Polizeipräsidenten aus Aachen
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00:00:00: Also es ist so, dass natürlich wir immer individuell schauen müssen welches Patientenklientel braucht welche Narkoseform.
00:00:06: aber es ist ganz klar in den letzten Jahren zu erkennen das vor allem der Ultraschall in die Anästhesie mehr und mehr.
00:00:13: Er hatte schon immer einen Stellenwert aber einen deutlich größeren Stellenwert einfach eingenommen hat.
00:00:18: Das heißt wir stellen per Ultraschild ums verständlich auszudrücken ja Nerven-Austrittspunkte da betäuben sie einfach mit Betäubungsmittel?
00:00:29: Und können so ganz isoliert zum Beispiel das rechte Bein schmerzfrei dann durch die Operation führen oder den linken Arm, auch Teile der Brust.
00:00:41: Das führt dazu dass der Patient vor allem deutlich kreislaufverträglicher durch die Narkose geführt werden kann Wenn man vom Patienten eine ganz tiefe Dankbarkeit sowohl Werbal als auch Non-Werbal ausgedruckt bekommt.
00:01:06: viele Geschichten.
00:01:08: Herzlich willkommen zu.
00:01:09: Wir sind das SAH, einem Jobcast aus dem Sankt
00:01:13: Antonius Hospital
00:01:14: in Echweiler.
00:01:16: Hallo wir melden uns zurück mit neuen Folgen und mit neuen Gästen die alle ins Gemein haben.
00:01:22: sie alle sind Kolleginnen und Kollegen aus dem SAH aus den unterschiedlichsten Bereichen und mit den verschiedensten Erfahrungen.
00:01:28: Ich freue mich drauf, mit Ihnen sprechen zu dürfen und genauso darüber dass ihr alle wieder dabei seid.
00:01:34: Mein Name ist Christoph von Wendt und ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß!
00:01:37: Mit einer neuen Folge von.
00:01:38: Wir sind das SRH Staffel drei unseres Mitarbeiter-Podcasts.
00:01:43: Wir sind das SAH aus dem St.
00:01:45: Antonius Hospital in Eschweiler, schön dass ihr wieder dabei seid und schön dass ich einen ersten Gast habe und der sitzt mir gegenüber und heißt Benedikt Breuer ist Arzt in unserer Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin.
00:01:57: herzlich willkommen Benedikt!
00:01:59: Vielen vielen Dank für die Einladung.
00:02:00: wo kommst du grad her?
00:02:02: Ich komme gerade von zuhause.
00:02:03: tatsächlich hab die Kinder zur Kita gebracht und ja bin direkt mitm Auto weiter auf der vier Richtung
00:02:09: Eschwaller gefahren Heute mal mit dem Auto.
00:02:11: Du bist meistens mit dem Fahrrad unterwegs, da kommen wir später noch drauf zu sprechen nach unserem allseits beliebten S.A.-Fragebogen, mit dem wir immer beginnen... Der Festa-Hagebogen und der startet auch heute mit Alter!
00:02:40: Das finde ich sehr schön.
00:02:48: Tatsächlich bin ich für einen Anästhesisten doch so eine sehr komische Gattung.
00:02:52: Ich trinke nämlich keinen Kaffee!
00:02:53: Das sagt man uns eigentlich immer sehr nach, dass wir doch eher die Café-Junkies sind... ...ich glaube ist vor allem die Action.
00:02:59: aber ich bin auch ein ziemlich großer Cola Light Junkie das muss sich auch zugeben.
00:03:03: Ist ja auch Koffein drin.
00:03:04: von daher die Wirkung passt.
00:03:07: Wo steckt der Puls höher?
00:03:08: Im Rettungswagen oder im OP Saal?
00:03:13: Schwierige Frage.
00:03:15: Ich glaube es kommt drauf an.
00:03:17: was ich für Patienten in beiden Situationen habe würde ich so nicht vergleichen wollen.
00:03:21: Es kommt auf den Patienten drauf an,
00:03:23: ja.".
00:03:23: Wir haben
00:03:23: es gerade schon gesagt du fährst oft mit dem Fahrer zur Arbeit.
00:03:26: was geht dir dabei durch den Kopf?
00:03:28: Vor allem das was wenn ich hier hinfahre was ein OP-Programm für mich heute auf dem Plan steht und wenn ich zurückfahren dann was ich erlebt habe aber auch was dann im Nachmittagabend
00:03:39: ansteht.
00:03:41: Was beschreibt dein Alltag am besten?
00:03:43: gründlich durchorganisiert oder überraschend chaotisch?
00:03:46: Ich glaube, wir sind meine Frau und ich mit unseren zwei Kindern eher gut durchorganisiert.
00:03:50: Muss
00:03:50: man glaub
00:03:51: ich sagen?
00:03:51: Ja, glaub ich
00:03:51: auch!
00:03:52: Hast du ein berufliches oder privates Vorbild?
00:03:56: Beruflich auf jeden Fall.
00:03:58: Da gibt es so zwei Anesthesisten hier in der Region die auch was so ihre vor allem empathische aber auch ihre fachliche und praktische Fähigkeiten angeht.
00:04:07: Die sind schon für mich berufliche Vorbilder.
00:04:09: privat, glaube ich habe das nicht.
00:04:12: Um im Rettungsdienst zu bestehen, braucht man in jedem Fall starke Nerven, schnelle Entscheidungen und eine gute Portion Humor.
00:04:19: Alles Christoph!
00:04:20: Man braucht alles glaube ich.
00:04:21: Es ist der Mix aus wirklich allem weil das macht dann irgendwie auch ne sehr sehr gute Patientenversorgung
00:04:28: aus.
00:04:29: Patienten erwachen aus der Narkose.
00:04:31: was ist ein klassischer erster Satz?
00:04:34: Der erste Satz ist meistens... ...ist schon vorbei.
00:04:37: Was ja ein gutes Zeichen
00:04:39: ist?
00:04:39: Ganz genau, ja!
00:04:40: Du entscheidest vor allem nach dem Bauchgefühl, nach sorgfältiger Abwägung aller Pros und Kontras oder nachdem du viele andere nach ihrer Meinung gefragt hast.
00:04:52: Ich entscheide in unterschiedlichen Situationen nach den drei genannten Prinzipien von dir.
00:04:58: Du darfst für einen Tag den Beruf tauschen.
00:05:00: was wirst du?
00:05:03: Ich glaube ich würde Feuerwehrmann
00:05:04: werden Das ist ja nah dran.
00:05:07: Ja, ich finde das klasse!
00:05:08: Mit Drehleiter und Lischfahrzeug ganz, ganz klasse.
00:05:13: In welchen Momenten denkst du genau dafür?
00:05:15: mache ich das alles?
00:05:17: Wenn man vom Patienten eine ganz tiefe Dankbarkeit sowohl Werbal als auch Non-Werbal ausgedruckt bekommt dann ist es das größte Geschenk dass man als Arzt bekommen
00:05:27: kann.
00:05:28: Passiert das häufig?
00:05:29: Ich würde sagen nicht häufig aber ab und zu.
00:05:34: Ja, das gibt ganz viel Kraft für den nächsten Tag.
00:05:37: Aber auch für die nächsten Tage und... Das ist einfach toll!
00:05:39: Das sind
00:05:40: die Highlights genau.
00:05:42: Du kommst nach Hause?
00:05:43: Was brauchst du in jedem Fall Zeit für dich?
00:05:46: ein gutes Gespräch oder den Trubel der Familie?
00:05:49: Ich brauche ein gutes Gespräch.
00:05:50: meiner Frau und ich.
00:05:51: wir sprechen schon über unseren Tag wieder gewesen ist Und dann freue ich mich aber auch so ein bisschen in diesen trubeligen Nachmittag Alltag zu starten mit den Kindern Dann und die Termine noch zu erledigen die dann teilweise zu erletigen sind.
00:06:04: Hast du schon mal an deinem Berufswunsch gezweifelt?
00:06:08: Wenn ich ehrlich bin, nicht.
00:06:10: Nein!
00:06:10: Das ist doch gut und wenn du nicht Arzt geworden wärst was war Plan B?
00:06:15: Also ich muss ehrlich sein Ich habe einmal ein Semester Lehramt studiert Und komme auch so'n bisschen Was auch so einer Lehrerfamilie und hatte dann überlegt ob Nicht-Lehramt was für mich ist und wollte das auch unbedingt ausprobieren und Vielleicht wäre ich dann Lehrer geworden.
00:06:27: aber bin froh dass ich wieder So diese Abzweigung zur Medizin gefunden hab also
00:06:32: alles richtig
00:06:32: gemacht.
00:06:34: Danke bisher her.
00:06:35: Du bist Arzt in unserer Klinik für Anesthesie und operative Intensivmedizin, jetzt kann ich mir bei Anesthysie was darunter vorstellen?
00:06:41: Also du sorgst dafür dass ich während der Operation keine Schmerzen habe das sich entweder halb betäubt bin oder ganze betäupten.
00:06:47: Genau Was operativ intensiven Medizin bedeutet weiß vielleicht nicht jeder.
00:06:51: was ist so dieser Aufgabenbereichte damit zusammenhängen
00:06:54: genau.
00:06:54: es geht vor allem darum dass wir nach den operationen Patienten die bestimmte Vorerkrankungen haben oder aber auch ja einfach längere, intensivere Eingriffe erleben über sich ergehen lassen müssen.
00:07:07: teilweise muss man ja auch sagen dann bei uns auf der Intensivstation betreuen.
00:07:10: Gerade bei uns in Echweiler sind das vor allem urologische Patienten das sind allgemeinschorologische Patienten Das sind aber auch gefäßschorologischen Patienten die einfach von ihrer Grundkonstitution so erkrankt sind dass wir sagen können Wir können die nicht über den Aufwachraum und dann in die Normalstation, also in die normalstationäre Pflege begeben.
00:07:29: Sondern sie brauchen einfach eine intensiv stationäre Überwachung.
00:07:32: Und genau das ist vor allem das Hauptfeld bei uns oben auf der Intensivstation.
00:07:37: Das klingt nach viel Abwechslung.
00:07:39: Ist eigentlich sowas wie so ein typischer Arbeitstag oder gibt es ihn gar
00:07:42: nicht?
00:07:42: Also, es ist natürlich von unseren Arbeitszeiten strukturiert aber wir versuchen in ich glaube doch das sehr dynamische intensiv stationäre Leben Struktur reinzubringen.
00:07:54: Aber ganz ehrlich Christoph Es macht auch das aus dass es nicht immer nur alles nach Standard läuft und das ist für uns Oder für mich gerade finde Ich auch einfach so unglaublich
00:08:03: spannend.
00:08:03: Ein Bereich, wo wir noch gar nicht übergesprochen haben ist ja die Notfallmedizinische Versorgung.
00:08:08: Wie gehört ihr auch dazu?
00:08:10: Wie groß ist die Chance, dass wenn ich in Eschwalle die eins und zwei wähle das du dann bei mir auftaust?
00:08:16: Na ja, also es ist so.
00:08:17: Wir können als Assistenzärzte zweimal im Monat ungefähr den Notarztwagen hier in Echweiler besetzen bzw jetzt die Wache ist in Stolberg und wechseln uns ja auch ab mit dem Krankenhaus Stolberg immer wöschentlich sodass die Wahrscheinlichkeit eher gering wäre.
00:08:36: aber ich würde mich nicht freuen wenn wir uns in dem Setting sehen.
00:08:40: Besser nicht!
00:08:42: Aber versuche doch dann da immer mein Bestes einfach zu geben.
00:08:45: Ihr kommt ja mit einem eigenen Fahrzeug, ihr kommt nicht mit dem RTV.
00:08:47: Genau und wir kommen mit dem Notarzeinsatzfahrzeug.
00:08:50: Da geht es ja ganz oft um Sekundenstelleentscheidung.
00:08:54: wie geht man mit dem Druck um?
00:08:56: Das ist vor allem Teamarbeit.
00:08:58: also es gibt nichts übers Team das in der Situation wenn der Patient wirklich kritisch krank ist müssen die Entscheidungen mehr sage ich mal schnell getroffen werden das hast du schon gesagt aber sie sind auch oftmals schon klar.
00:09:11: Also es gibt natürlich ein Potpourri an Standarderkrankungsbildern, die wir hier auch in Eschweller ganz häufig sehen.
00:09:18: Interessanter wird es dann bei den Notfällen, die teilweise gar nicht so unbedingt nach Standard laufen aber die Entscheidung selber steht oftmals schon ja nach Sekunden fest wenn wir dem Patienten sehen weil wir einfach doch das darf ich sagen sehr routiniert sind in der in der notvermedizinischen Behandlung von unseren Patienten.
00:09:38: Gibt's trotzdem Situationen wo du denkst boah hoffentlich geht alles gut?
00:09:41: Ja auf jeden Fall Ja, also das ist vor allem sind das Patienten die hemodynamisch.
00:09:46: Also das heißt der Blutdruck instabil ist, die nicht mehr so richtig gut atmen können.
00:09:51: Da mache ich mir schon oft Gedanken wie kriege ich diesen Patienten jetzt einigermaßen stabil bis zum Beispiel zu uns in unser SH und bin dann auch froh dass ich dann einfach auch schnell weitere ärztliche und natürlich pflegere Hilfe dann zügelt in der Notaufnahme oder auf der Intensivstation noch erfahre.
00:10:10: Jetzt, wenn wir über Notdienste sprechen müssen wir wahrscheinlich auch über Gewalt gegen Rettungskräfte sprechen.
00:10:16: Das ist ja leider ein Thema was ja auch in der Presse immer wieder behandelt wird.
00:10:20: Ist dir das auch schon mal passiert?
00:10:22: Ja also ich habe so ein bisschen etwas den Vergleich dass Im Rettungsdienste gestartet bin, bin damals in der Eifel gefahren.
00:10:31: Jetzt muss man sagen die Eifeln ist da so ein bisschen was noch behütetes ja umfällt vielleicht auch noch teilweise so ein bissel etwas Landleben einfach.
00:10:39: und jetzt in der Stadt erlebe ich doch dann einfach dass der Ton deutlich rauer geworden ist gegenüber uns Einsatzkräften insofern als das auch die Hemmschwelle
00:10:51: sowohl
00:10:53: werbarer als auch non-verbaler Aggression einfacher immens gesunken ist.
00:10:58: Das geht schon teilweise los, dass wir auf der Anfahrt wenn wir wirklich mit lauter Martinshorn, mit eingeschaltendem Blaulicht auf der Straße unterwegs sind und man sich manchmal fragt was der andere Verkehrsteilnehmer dann an Reaktionen da abliefert.
00:11:16: Weil der Autofahrer nicht freimacht
00:11:17: wird?
00:11:20: Das macht den Sonnesunüberhörbar und es ist einfach diese Wahrnehmung auch der Einsatzkräfte, die leider doch deutlich leidet im Moment.
00:11:33: Um's konkret zu machen, das fällt mir jetzt so spontan ein – ich weiß gar nicht, ungefähr drei Füchte hierher – da hatte ich eine Situation in einer ... großen Lebensmittel lernen hier ums Eck.
00:11:45: Das war eine Einsatzmeldung bei Krampfanfall auf dem Parkplatz und als wir dann eintrafen, krampfte tatsächlich die Person auch noch.
00:11:52: Und wir haben uns dafür entschieden relativ zügig einfach in den RTV... ...den Patient zu bringen, um ihn einfach vor den ganzen Blicken zu schützen.
00:11:59: Das ist noch ein anderes Thema aber das man natürlich auch immer.
00:12:04: Wir leben diesen Patienten auf die Trage und es läuft mitten durch die Einsatzstelle einfach ein Passant und wir machen ihn doch relativ laut stattdessen darauf aufmerksam.
00:12:13: Er widert uns mit einer verbalen Aggression unsere, unsere Maßnahme und wucht dann tatsächlich auch noch körperlich einfach tätig.
00:12:23: Und ja das ist leider so geendet dass dann zügig die Polizei zur Ansatzstelle musste und wir dann uns im Rettungswagen einfach verbarrikadiert haben.
00:12:31: Das ist zum Glück nicht der Alltag.
00:12:34: aber wie gesagt die Schwelle für einfach Aggression gegenüber Einsatzkräften nimmt leider ab.
00:12:41: Genau, das Thema GAFA hast du glaube ich gerade schon ein bisschen angesprochen.
00:12:44: Ist es immer noch ein Thema dass ihr da wirklich Schutzwände aufbauen müsst damit da keiner mit den Kameraden?
00:12:49: Also das überrascht mich teilweise auch.
00:12:50: Früher war das so, dass diese Schutzwende wirklich nur diese großen Brustfeuerwehren hatten oder eben dann die freiwilligen Feuerwehr wie wir sie hier in Eschwelle haben mit hauptamtlichen Kräften Die, die dann um die Einsatzstelle aufgebaut haben.
00:13:04: mittlerweile hat das fast jede freiwillige Feuerwehr.
00:13:06: Um einfach die Privatsphäre des Patienten zu schützen weil die Leute mit dem gezückten Handy an den Einsatzstellen vorbeifahren und Videos drehen.
00:13:14: Und ja, dass ist auch für mich unerklärlich verrückt.
00:13:17: Ja
00:13:18: jetzt wird die Diskussion ja politisch geführt.
00:13:21: Das haben wir schon besprochen.
00:13:22: Jetzt sind wir beide Gott sei Dank keiner Politik.
00:13:24: also ich kann zumindest sagen für mich Gott sei dank
00:13:26: Ich auch
00:13:29: Vielleicht können wir ja trotzdem... Was glaubst du als Profis, sag ich jetzt mal?
00:13:32: Wäre vielleicht so eine erste Maßnahme die vielleicht schon was bringen würde.
00:13:35: Hast du ne Idee?
00:13:36: Also erstmal glaube ich dass grundsätzlich das natürlich ein Politiker überlassen sein sollte solche Gesetze auch auf den Weg zu bringen.
00:13:43: aber ich glaube einfach dass die Strafen für das Gaffen oder eben auch Aggressionen ob jetzt Werbal- oder Nonwerbaler Art gegen Einsatzkräfte einfach erhöht werden müssen.
00:13:54: Das muss noch intensiver sein, das es muss auch noch mehr danach gefahren werden wie erleben dass die Polizei, wenn sie an der Einsatzstelle ist.
00:14:01: Sehr sensibel dafür ist, sehr niederschwellig einfach die Passanten anspricht.
00:14:05: Dafür sorgt das wir auch genug Platz haben, dass die Privatsphäre... Es sind ja nicht nur die Privadsphäre, es ist die Intimsphäre des Patienten.
00:14:12: Ist
00:14:12: das hilflos in dem Moment?
00:14:14: Ja natürlich!
00:14:15: Dass die gewahrt wird und letztendlich du hast schon gesagt immer weiter eigentlich in den Printmedien durch die Politik, in der Öffentlichkeit darauf aufmerksam
00:14:25: gemeint wird.
00:14:26: Jetzt haben wir viel über die negativen Seiten gesprochen, das wollen wir auch über die positiven Seiten sprechen.
00:14:30: Was ist denn das was so richtig tolles an diesem Beruf?
00:14:33: Gerade so vielleicht auch im Notarzt Einsatz.
00:14:35: Du meinst jetzt erst am Notarzwesen also was natürlich klasse ist.
00:14:39: ich komme und das ist für mich auch in meinem Berufsalltag ganz wichtig Ich komm erstmal aus der Klinik raus Also ich bin nicht erstmal dieser festen Institution OP oder Intensivstation Und dann, und das wird keiner meiner Kollegen abstreiten können.
00:14:52: Es ist natürlich auch eine Art Adrenalinrausch, den man da jedes Mal immer wieder erfährt.
00:14:56: Je routinierter man ist desto weniger hat man einen Adrenalinausschüttung.
00:15:02: aber es ist diese Adrenalinousschützung das Hinfahren zum Einsatz dass auch immer wieder erleben von neuen Situationen und vor allem dieser Querschnitt der Gesellschaft.
00:15:14: betagte Staatsanwalt oder eben leider der obdachlose Patient, der uns vielleicht echt bei einer Teilbahnhof vorgestellt wird.
00:15:23: Also das macht es unglaublich spannend und es macht es auch unglaublich erfahrungsreich.
00:15:28: Und ich muss auch sagen, es macht mit mir auch was private.
00:15:30: Was ist das?
00:15:30: Was denkst du?
00:15:31: Eine ganz, ganz tiefe Dankbarkeit.
00:15:36: Dass man gesunde Kinder hat, dass man in einem gesunden, auch vor allem sozialen Umfeld aufgewachsen ist daraus geschöpfen durfte Ja.
00:15:45: Das ist vor allem diese Dankbarkeit,
00:15:47: die man daraus ableiten kann.
00:15:48: Sollte man sich jeden Tag bewusst machen.
00:15:51: In anderes Feld ist die Anästhesie ... das haben wir ja am Anfang schon gesagt.
00:15:54: jetzt kenne ich das aus eigener Erfahrung.
00:15:56: Man hat eine Operation vor sich, man hat das Gespräch mit dem Anäesthesisten bekommt da fünfzehn Papiere vorgelegt die man alle innerhalb von zehn Minuten lesen und unterschreiben soll.
00:16:08: Wie erlebst du dieses Gespräch?
00:16:09: Führst du diese auch oder wie erlebst Du die?
00:16:12: Ich mag das total gerne, ich finde das richtig spannend.
00:16:14: Weil es ist immer wieder kennenlernen einfach von neuen Patienten-Klienten und immer wieder darauf einstellen von neuen Gegebenheiten.
00:16:23: Die andere Sisi ist ja so ein bisschen.
00:16:24: was kann man vergleichen wenn man's bildlich formuliert wie so Linienflug.
00:16:30: Du weißt ja vielleicht auch aus persönlicher Erfahrung, man kommt ja nicht so einfach in den Flugzeug rein.
00:16:34: Sondern man muss ja erst mal durch den Check-in und das ist bei uns genauso.
00:16:38: Das läuft
00:16:38: bei euch hoffentlich besser am Köln voller Flughafen!
00:16:45: gut läuft, also unsere vor allen Dingen pflegenden beziehungsweise angestellten und dann in der Prämedikation.
00:16:51: Die tun alles dafür dass die Patienten möglichst schnell drankommen.
00:16:54: aber ja die Wachtezeit ist dann trotzdem manchmal einfach gegeben.
00:16:58: Ja kommen wir wieder zurück zu dem Bild und es ist so das wir natürlich als Anastasisten uns auch erstmal Eindruck verschaffen müssen.
00:17:04: Einfach einmal gucken okay was für Vorerkrankungen bringt der Patient mit?
00:17:07: Was für Vorerfahrung hat er aber auch mit Narkose Und das finde ich das Allerwichtigste mit.
00:17:13: Was ist denn eigentlich sein Wunsch?
00:17:15: Ihr lebe ganz oft in den Prämedikationen, dass die Patienten sagen, ah!
00:17:17: Ich dachte schon, ich müsste eine Rückenmarksnarkose von ihnen kriegen oder ich dachte wir würden das in vollen Narkosen machen und dass einfach dann so eine Hirashi aufgebaut wird, die überhaupt nicht vernötend ist.
00:17:30: Denn wir wollen uns natürlich auf der Patientenebene einfach bewegen und nach dem Wünschen des Patienten handeln.
00:17:37: Wenn diese Prä- medikation stattgefunden hat, An den Flug.
00:17:41: Dann geht es im Prinzip in den OP, das ist vergleichbar mit dem Flugzeug und wir starten diesen Flug.
00:17:46: Meine Aufgabe in der Anästhesie ist es dann einfach auch, den Patienten möglichst natürlich empathisch zu betreuen und ihn auch so angenehm wie's für ihnen möglich ist einschlafen zu
00:17:56: lassen.
00:17:56: Du bist ja Flugbegleiter des OPs?
00:17:58: Genau!
00:18:00: Wir sind im Prinzip Flugbeleiter.
00:18:01: manchen bezeichnet uns als Co-Pilot oder Pilot.
00:18:03: ich glaube welches Bild man da nimmt das letztendlich egales geht doch um dass der Patient möglichst entspannt einschläft.
00:18:08: denn wir wissen wenn der patient nicht entspannt ein schläft dann ist es oftmals auch so dass die Patienten erstens einen deutlich höheren Narkoseverbrauch haben.
00:18:16: Aber und das finde ich für den Patienten auch einfach deutlich, ja blöde.
00:18:21: Die werden auch deutlich gestresster, wenn sie wach.
00:18:25: Das merkt ihr?
00:18:26: Ja, das merken wir.
00:18:27: Und ich möchte diese Erfahrung Narkose einfach für die Patienten möglichst angenehm gestalten.
00:18:32: Er soll ja möglichst schmerzfrei durch die Narkoße gehen.
00:18:35: Er sollen möglichst eben ohne negative Erfahrungen einfach die Norkose erleben.
00:18:41: Das ist das, was wir uns als Ziel setzen.
00:18:42: Und ja um jetzt ganz kurz noch das Bild abzuschließen und dann geht es ja irgendwann wenn man diesen Linienflug also die Landung dann gut überstand, da geht's ja dann in den Wachtebereich oder an die Koffer abgeholt werden können und das vergleicht bei uns mit dem Aufwacherum.
00:18:58: Die Patienten werden wach, die Patienten sollen schmerzfrei sein und ja... Dann gehts auf die normalen Station.
00:19:05: Jetzt hat sich ja im Bereich der Narkose viel getan.
00:19:07: Was sind so die Entwicklungen der letzten Jahre, die du vielleicht ein bisschen auch...
00:19:12: Genau.
00:19:12: also es ist so das natürlich wie immer individuell schauen müssen welches Patientenklientel braucht welche Narkozeform.
00:19:19: aber Es ist ganz klar in den letzten Jahren zu erkennen dass vor allem der Ultraschall in die Anästhesie mehr und mehr hatte schon immer einen Stellenwert aber einen deutlich größeren Stellenwert einfach eingenommen hat.
00:19:30: Das heißt wir stellen Ganz einfach per Ultraschall, um es verständlich auszudrücken.
00:19:38: Nervenaustrittspunkte da betäuben die einfach mit Betäubungsmittel und können so ganz isoliert zum Beispiel das rechte Bein schmerzfrei dann durch die Operation führen oder den linken Arm oder zum Beispiel auch Teile der Brust.
00:19:54: Und das führt dann dazu dass der Patienten oder wir vor allen Dingen auch erst mal einen großen Blumstrauß haben, der uns zur Verfügung steht was jetzt sozusagen unsere anästhesologischen Fähigkeiten angeht.
00:20:05: Aber auch der Patient vor allem deutlich ich sag mal ja Kreisloch verträglicher durch die Narkose geführt werden kann.
00:20:11: Also
00:20:11: das ist dann nicht intravenös?
00:20:13: Genau,
00:20:13: wir gehen mit einer ganz feinen Nadel, gehen wir Ultraschall gesteuert an den Nerver ran und spritzen dann das Betäubungsmittel.
00:20:21: Und genau das hat gerade hier in Eschweil eine ganze lange Tradition.
00:20:25: Du weißt ja, wir haben ja ne große Handschirurgie unter Professor Bach und früher wurde das noch ohne Ultraschild gemacht.
00:20:32: jetzt machen wir das auch nur noch mit Ultrashall.
00:20:34: Den wird auch so ein bisschen was nachgesagt, dass wir da schon die erfahreneren Anästhesisten sind.
00:20:41: Was so diese man nennt das regionale Anäste sie angeht.
00:20:45: Spannend!
00:20:47: Kommen wir mal auf dich zu sprechen?
00:20:48: Ja gerne.
00:20:49: Wann gab es den Moment wo du dachtest ich werd Arzt ist quasi mein Berufswunsch?
00:20:55: Das ist somit der Pubertät erstanden einfach.
00:20:59: Mein Bruder hat zwei ja doch Schwere Erkrankungen.
00:21:04: Der ist einmal Typ eins Diabetiker und Epileptiker, was so in der Kombination manchmal schwierig dann auch für meine Eltern und für uns war weil er auch immer mal wieder dann auch gekrampft hat.
00:21:14: Und dann ist der Rettungsdienst immer wieder gekommen Ja hat dann eben dafür gesorgt dass mein Bruder erstmal aufgewacht ist und der Blutzucker sich wieder normalisiert hat.
00:21:21: und da es bei mir so dieser Berufswunsch entstanden.
00:21:24: Ich habe dann oftmals meinem Bruder in das Bein auch so eine Glucose-Lösung gespritzt und dann kamen die Kollegen, und das fand ich klasse!
00:21:32: Das hat mich einmal inspiriert aber auch fasziniert.
00:21:36: Genau und dann hab' ich nach dem Abitur eben die Ausbildung zum Rettungsassistenten begonnen... ...und dann gearbeitet unter
00:21:43: anderem.
00:21:44: Ich finde das ja spannend und es höre ich auch immer bei Pflegekräften, dass die auch in ihrer Kindheit schon irgendwie man in der Familie gepflegt haben.
00:21:51: Die Oma oder irgendwie auch ein Geschwister-Teil finde ich spannend auch bei Ärzten, dass das ganz vielleicht auch so eine Jugenderfahrung herauskommt.
00:22:00: Jetzt bist du ja nicht nur Arzt?
00:22:01: Du bist da auch Ehemann und Vater hast du schon gesagt und du bist Vater geworden in deinem Medizinstudium oder während deines Medizinstudiums.
00:22:08: Jetzt ist das Medizinstudium ja keinen Spaziergang.
00:22:11: wie hat das alles so geklappt?
00:22:13: Das ist ganz klar, ohne meine Frau hätte ich das überhaupt nicht geschafft.
00:22:17: Das ist die Stütze der Familie und zieht die Fäden im Hintergrund.
00:22:22: Und man muss natürlich auch einen Partner haben, der diese Idee unterstützt mit sechsundzwanzig nochmal ein sechsjähriges Studium zu beginnen.
00:22:32: Das hat hier auch finanzielle Aspekte.
00:22:34: Jetzt hatte ich zum Glück einen älterlichen Haushalt, der mich während des Studiums finanziell unterstützte.
00:22:39: Ich bin aber trotzdem weiterarbeiten gegangen weil ich in der Praxis drin bleiben wollte als Anastasiepflegekraft.
00:22:46: Aber ganz klar, ja ohne meine Frau hätte das nicht funktioniert.
00:22:50: Die ist ja sehr da auch im medizinischen Bereich tätig und freiberufliche Hebamme wenn ich richtig informiert bin heißt das Medizin rund um die Uhr oder ist es das vorher quasi prägende Alltag?
00:23:01: Nein!
00:23:02: Also ich sagte ja schon wir sprechen einmal wie unser Tag war und dann sind unsere Kinderthema, unsere Freundethema-Familie das was uns einführt im Alltag bewegt.
00:23:15: Das Medizin ist da gar nicht so viel Thema, es ist praktisch.
00:23:19: wenn ich schon mal von sagen wir Notfällen beziehungsweise Situationen berichtet die mir einfach im Kopf bleiben und die ich nicht nur durchs Fahrradfahren nach Hause abschließen kann dann kann meine Frau das einfach viel besser nachvollziehen als vielleicht jemand der nicht in medizinischen
00:23:34: Bereich aber... Passiert das oftest du was mit nach hause nimmst?
00:23:37: Nein,
00:23:38: nein tatsächlich nicht.
00:23:39: also dass Fahrrad fahren hilft Das hilft extremst.
00:23:41: Es ist irgendwie so diese zwanzig, fünfundzwanzig Minuten von echt Maler nach Aachen die Stimmbradfahrer, die helfen mir extrem zu machen.
00:23:49: Jetzt hast du ja auf so einer Fahrt mal was Besonderes erlebt.
00:23:53: Darauf komme ich dann auch gerne nochmal kurz zu sprechen, weil es einfach finde ich eine ganz tolle Aktion war.
00:23:58: Du bist irgendwann morgens zur Arbeit gefahren hier nach Eschweiler und hast festgestellt da stimmt irgendwas nicht sondern da qualmt man sich etwas tun.
00:24:05: Ja ich bin zum Dienst gefahren und das war ein ganz klarer kalter Morgen und habe mich schon bei der Einfahrt nach Stolberg gewundert warum da plötzlich Nebel auftaucht Tatsächlich in einem Anbaubrand.
00:24:17: zu dem Zeitpunkt war der Michael.
00:24:19: Du hast ihn auch persönlich kennengelernt bei unserem Treffen, beim Polizeioberinspektor.
00:24:24: War auch schon vor Ort hatte schon die Einsatzkräfte alarmiert und dann haben wir da aus dem Haus ... Die Leute kann man so sagen gerettet.
00:24:31: das Haus war beginnend verqualmt haben die durch Klopfen klingeln lautes Rufen einfach ausgeholt haben die Nachbarn alarmiert.
00:24:38: Dann ist die Feuerwehr zum Glück zeitig eingetroffen und hat dann das Übergreifen der Flammen auf, das Gebäude beziehungsweise auch dann diese sehr nahestehende Tuja-Hecke.
00:24:49: Das war es einfach verhindert.
00:24:52: Es können ja viele Zuhörer sagen Ja gut, der ist Arzt!
00:24:55: Klar, er ist Profi!
00:24:58: Wie weit hat dir das überhaupt geholfen?
00:24:59: Hat's dir überhaupt
00:25:00: gehofft?!
00:25:00: Also es hilft in der Hinsicht als dass... glaube ich, mit dieser unerwartenden Anrealien-Ausschüttung zu recht kommen konnte.
00:25:07: Vielleicht ein bisschen besser zurechtkommen konnte.
00:25:09: Aber ich habe mich erst mal in der Situation ums Plastik auszudrücken und einfach total nackt gefühlt.
00:25:15: Ich habe ja nichts zur Verfügung.
00:25:17: Das was ich zur Verfügung hab ist mein Handy und das hat er nämlich ja zum Glück schon erledigt.
00:25:21: Nämlich Unterstützung zu holen und dann ist das einzige was bleibt sind die Hände und die Stimme und das Klingeln an der Tür und dann das heraustragen beziehungsweise das helfen den Menschen da.
00:25:31: Also anrufen und Hilfe holen, das kann glaube ich jeder egal ob er jetzt Arzt ist oder kein Arzt.
00:25:36: Genau
00:25:36: wenn wir das nochmal auf die einfach Ebene bringen dann ist es total wichtig einfach.
00:25:40: und wenn man nur die Einsatzzwei wählt und ja vermeintlich weiterfährt dann ist das glaub ich schon sehr hilfreich.
00:25:47: Schon eine ganze Menge.
00:25:49: Wenn du auf deinen bisherigen Weg guckst was motiviert dich diesen anspruchsvollen Beruf zu machen?
00:25:56: Wir haben eben schon drüber gesprochen, vor allem die Dankbarkeit, die man
00:25:58: erfährt.
00:25:59: Die ist ganz tiefsinnig und tiefgründig.
00:26:04: Es motiviert mich aber auch die täglichen Herausforderungen.
00:26:07: Ich finde eine Saisie extremst dynamisch, extremst vielfältig.
00:26:12: Mir macht Spaß im interprofessionellen ... sind dann nicht nur mit den Chirurgen zusammenzuarbeiten, sondern aber auch... zum Beispiel auf der Intensivstation mit unseren internistischen Kollegen.
00:26:22: Das finde ich auch total klasse!
00:26:23: Da sind auch richtig, richtig fitte, nette junge Assistenzärzte und Oberärzte unterwegs und wir haben eben so ein bisschen was drüber gesprochen.
00:26:32: Es ist ja nicht nur diese operative Intensifmedizin, sondern wir betreuen auch gegebenenfalls mal einen internistischem Patienten, die da ganz andere Belange
00:26:38: hat.
00:26:39: Erweitert auch nochmal extremst den medizinischen Horizont.
00:26:44: Das macht's aus.
00:26:45: Wohin soll es gehen?
00:26:46: Was ist so deinem Plan?
00:26:49: für mich persönlich glaube ich kann mich mir gut vorstellen erstmal weiter in Ichweiler zu arbeiten.
00:26:53: jetzt gerade befinde ich mich in der Rotation im Klinikum in Aachen.
00:26:56: wir können ja von chirurgischer Seite nicht alle Eingriffe abdecken ... sind dann vor allem Eingriff im Gesicht, also Harn- und Kiefergesichtsschirurgie.
00:27:05: Neurochirugie... Das wird einfach eine Maximalversorgung wie der Uniklinik operiert.
00:27:11: Und freue mich aber schon wieder wenn ich zurück bin!
00:27:13: Und ja, kann mir vorstellen auf jeden Fall auch länger bei uns in Eschweiler in der Anäste Sie zu arbeiten?
00:27:20: Wenn jetzt einer du hast Söhne glaube
00:27:22: ich.
00:27:23: Äh, Sonnenstrota.
00:27:24: Genau.
00:27:24: Wenn es einer der beiden irgendwann zu dir kommt und sagt, da ich will jetzt Medizin studieren, ich will Arzt werden.
00:27:29: Was würdest Du sagen?
00:27:30: Mach'es Mach es, ja auf jeden Fall.
00:27:32: Was braucht
00:27:32: man?
00:27:33: Also wenn andere Leute zu dir kommen und sagen ich spiele mit dem Gedanken was sollte man mitbringen um
00:27:39: den Job gut zu machen?
00:27:41: Ich glaube es ist ganz viel selbstorganisation Es ist ganz ganz viel auch Ehrgeiz der dahinter steckt.
00:27:51: Kannst du dir vorstellen wenn man mit sechsundzwanzig nochmal anfängt zu studieren ... dann geht das in den ersten sechs Semestern wirklich ganz tief, ... ... im Biochemie und Physik.
00:28:01: Und teilweise auch Mathematik... ... sind doch zwischen dem achtzehnten Lebensjahr, wo man sein Abitur abgelegt hat ... ... und dem sechsenzwanzigsten Lebensjahre grob acht Jahre vergangenen.
00:28:14: Das macht es manchmal nicht wirklich einfacher.
00:28:16: Und das erfordert einfach ganz viel Investition von Zeit.
00:28:20: Wenn man da nicht gut organisiert ist, dann gerät man glaube ich leicht ins Schwimmen.
00:28:25: Ja, ich würde glaube ich demjenigen raten einmal sich das Berufsbild auf jeden Fall vorher auch mal anzugucken.
00:28:31: Wir erleben auch manchmal wenn wir dann auch von ja zum Beispiel Kollegen Kinder dabei haben die dann so in dieser Übergangsphase sind, sechzehn, siebzehn-, achtzehn oder neunzehn Jahren oder aber auch Schulpraktikanten bei uns im OP haben.
00:28:42: Das ist oftmals eine so eine Fifty-Fifty Situation.
00:28:45: Das heißt entweder sind die komplett gefesselt oder von der Situation oder die lehnen das direkt
00:28:49: ab Und
00:28:51: ich glaube, das beschreibt es auch ganz gut.
00:28:53: Da muss man ziemlich für Brennen für dieses Arzt sein und... Auch für Geboren sein?
00:28:58: Ja, glaub' ich auch.
00:29:01: Gäbst trotzdem irgendwas was du deinem Jüngeren nicht raten würdest, was du vielleicht heute anders machen würdest in den Rücken?
00:29:07: Ich würde mir manchmal, glaube ich, in bestimmten Situationen mehr Zeit nehmen.
00:29:15: Nicht der Schnelliebigkeit zu
00:29:16: verfallen.
00:29:18: Gibt's ein Beispiel dafür?
00:29:20: Ich glaube manchmal auch, ich bin froh dass die Kinder im Studium bekommen haben.
00:29:24: Das hat schon sehr viel Zeit geschenkt.
00:29:28: aber in der Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn versucht möglichst viele Ausbildung also im Rettungsdienst als eben auch in der Krankenpflege zu erlernen.
00:29:40: Dann neigt man doch dann manchmal eben auch zu einer Schnelllebigkeit, die nicht unbedingt immer wieder gesund ist.
00:29:47: Und das kann soweit auch dazu führen dass es einfach auf die eigene Beziehung auswirkungen hat.
00:29:52: und wenn man dann eine Partnerin hat, die einen auch dann manchmal einfach von dieser Welle runterholt, dann ist das glaube ich sehr hilfreich.
00:30:02: Ich würde an mancher Stelle einfach zeitintensiver leben
00:30:10: Bleibt ja noch ein bisschen Zeit.
00:30:14: Ich danke dir ganz herzlich für den Besuch, es war sehr spannend und wünsche dir alles Gute!
00:30:18: Vielen vielen Dank Christopher.
00:30:20: Das war wir sind das SAH Ein Podcast aus dem St.
00:30:24: Antonius Hospital in Eschweiler.
00:30:26: Wenn ihr mehr erfahren möchtet checkt unsere Karriere Seite unter www.saah-eschweller.de
00:30:34: Und
00:30:35: wenn ihr Fragen oder Anregungen habt Dann schreibt uns einfach eine Mail an podcast.ethsah-Eschweiler und ich.
00:30:42: Bis
00:30:43: zum nächsten Mal!
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